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Gesundheit & Wellness

Wie du ein Morgenritual für mehr Wohlbefinden gestaltest – für Körper und Geist

Starte achtsam in den Tag mit erdenden und belebenden Ritualen.

Die Energie, mit der wir in den Morgen starten, kann den Verlauf des gesamten Tages prägen. Ob du früh wach bist, noch bevor der Wecker klingelt, oder eher zu den Menschen gehörst, die sich im Halbschlaf noch einmal umdrehen und dann in letzter Minute loshetzen – die meisten von uns können von einem achtsam gestalteten Morgenritual profitieren.

Beginne den Tag mit einem Glas warmem Wasser (wir mögen einen Spritzer Zitrone dazu). Diese bewährte ayurvedische Praxis unterstützt die natürliche Entgiftung und regt das Verdauungssystem an. Danach kannst du ein oder zwei weitere einfache, aber effektive Methoden integrieren, die dein Wohlbefinden unterstützen. In buddhistischen und hinduistischen Traditionen wird eine tägliche Praxis zur Unterstützung geistiger und körperlicher Gesundheit manchmal als sadhana bezeichnet. Hier findest du einige unserer liebsten Wege, um den Morgen zu entschleunigen, Achtsamkeit zu fördern und Körper wie Geist zu beleben.

Starte langsam

Damit meinen wir nicht, die Schlummertaste so oft zu drücken, dass für das Frühstück kaum noch Zeit bleibt. Doch es muss auch nicht der Sprung aus dem Bett sein, sobald der Wecker läutet. Versuche, den Impuls zu widerstehen, sofort zum Handy zu greifen. Bleib stattdessen noch einen Moment liegen und gönne dir eine sanfte Gesichtsmassage. Öffne deine Augen nach und nach, damit sie sich an das Tageslicht gewöhnen, und strecke Arme, Hände, Beine und Rücken. Wenn du schließlich aufstehst, fühlst du dich oft schon ein wenig ruhiger und in deiner Mitte.

Bewege dich sanft

Sanfte Bewegung am Morgen kann Energie schenken und für geistige Klarheit sorgen. Ganz gleich, ob du direkt bei Sonnenaufgang aus dem Bett rollst oder erst später startest: Wir finden, es gibt kaum eine schönere Art, den Tag zu begrüßen, als mit ein paar Sonnengrüßen. Diese fließenden Yoga-Sequenzen bringen Bewegung und Atem ins Gleichgewicht und verbessern gleichzeitig Kraft und Flexibilität.

Wenn du körperliche Aktivität lieber auf später verschiebst, probiere diese einfache, belebende Atemübung: Setz dich aufrecht hin. Schließe das linke Nasenloch mit dem Daumen deiner linken Hand und atme für drei Minuten nur durch das rechte Nasenloch. Anschließend wechselst du die Seite. Du kannst diese Übung auch mit Box Breathing kombinieren – einer Technik, die das Nervensystem beruhigt.

Finde Ruhe in der Meditation

Bevor du von den vielen Eindrücken und digitalen Reizen unseres modernen Alltags überrollt wirst, nimm dir ein paar Minuten für Stille. Vielleicht bemerkst du später am Tag, wie du leichter auf dieses Gefühl zurückgreifen kannst, wenn du inmitten des Trubels innere Ruhe bewahren möchtest. Eine einfache Atemmeditation unter zehn Minuten ist ein guter Einstieg.

Setz dich bequem und aufrecht hin und atme tief durch die Nase ein und aus. Richte deine Aufmerksamkeit auf die Atmung und beobachte deine Sinneseindrücke: Wie sich dein Körper durch das Ein- und Ausatmen bewegt, die Temperatur der Luft, Geräusche um dich herum. Wenn ein Gedanke auftaucht, versuche, ihn nicht zu bewerten. Lass ihn vorbeiziehen und kehre sanft zum Atem zurück. ⁠

⁠Wage den Sprung ins kalte Wasser

Kältetherapie wird immer beliebter – mit Hydrotherapie-Spas in Nordamerika und einer langen Tradition des Kaltwasserschwimmens in den nordischen Ländern. Forschungen deuten darauf hin, dass es mehr als nur ein Trend ist: Vorteile sind weniger Entzündungen, ein gestärktes Immunsystem sowie eine verbesserte Stimmung und Schlafqualität. Auch im Ayurveda wird je nach Jahreszeit und dominanter Dosha, oder dem Energie-Typen, eine kalte Morgendusche empfohlen.

Wenn dich der Gedanke an ein vollständiges Eintauchen in eiskaltes Wasser zurückschrecken lässt, beginne kleiner: Wasch dir Hände und Gesicht mit kaltem Wasser und steigere dich langsam – immer in deinem eigenen Tempo. Am wichtigsten ist, gut auf deinen Körper zu hören. Und wenn du Herz-Kreislauf-Probleme hast, sprich bitte vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Übe Dankbarkeit

Während du deinen morgendlichen Tee trinkst, versuche dem Drang zu widerstehen, tie ganze Zeit auf dein Handy zu schauen. Nachdem du kurz die Tagesnachrichten oder Nachrichten von Familie und Freunden überprüft hast, schnapp dir ein Tagebuch. Gerade wenn du dir ein paar ruhige Minuten für dich nehmen kannst, ist dies ein wunderbarer Moment, um eine Intention oder ein Tagesziel zu notieren. Du kannst aber auch festhalten, wofür du dankbar bist. Studien zeigen, dass Dankbarkeit unsere mentale Gesundheit Wohlbefinden stärkt, zu mehr Lebenszufriedenheit beiträgt und die Stimmung hebt.

Wie auch immer dein achtsames Morgenritual aussieht: Ein tiefes, erholsames Schlaferlebnis ist die beste Grundlage. Vielleicht hilft dir am Abend eine beruhigende Tasse Tee oder eine kurze Einschlafmeditation, um dich auf einen erholsamen Schlaf und einen entspannten, positiven Morgen einzustimmen.