Gutes tun
So unterstützt du Bienen und Co. Zum Earth Day.
Einfache Möglichkeiten, Bestäuber an diesem Tag der Erde zu unterstützen
Ikonen des Naturschutzes wie der Große Panda oder der Bengalische Tiger haben weltweit viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Und obwohl diese Schlüsselarten eine wichtige Rolle für ihr Ökosystem spielen, sind auch kleinere, oft übersehene Helfer der Natur unverzichtbar und viele von ihnen sind bedroht.
Bienen, Schmetterlinge, Motten, Vögel und sogar Fledermäuse gehören zu diesen fleißigen Blütenbesuchern. Sie ermöglichen die Vermehrung von Pflanzen und tragen so zu einem gesunden, vielfältigen Gleichgewicht in der Natur bei. Auch für unsere Ernährung sind sie essenziell – etwa jeder dritte Bissen hängt von ihnen ab.
Doch durch Lebensraumverlust, Pestizide und den Klimawandel geraten viele dieser kleinen Naturhelfer zunehmend unter Druck. Rund 40 Prozent der wirbellosen Bestäuberarten sind inzwischen vom Aussterben bedroht.
Die gute Nachricht: Jede*r von uns kann einen Unterschied machen. Nutze den Earth Day als Einladung, ein oder zwei Gewohnheiten zu wählen, die diesen kleinen, aber so wichtigen Lebewesen helfen, zu gedeihen. Hier sind unsere besten Tipps:
Kaufe Bio
Pestizide aus der konventionellen Landwirtschaft stehen in direktem Zusammenhang mit dem Rückgang von Schmetterlingen, Bienen und anderen Blütenbesuchern.
Im ökologischen Anbau sind diese Stoffe verboten – besser für die Natur und für uns. Viele Bio-Betriebe fördern zudem aktiv gesunde Böden, die CO₂ speichern und gleichzeitig neue Lebensräume für Insekten schaffen.
Auch wenn es nicht immer möglich ist, komplett auf Bio umzusteigen, kann schon die bewusste Wahl einzelner Produkte viel bewirken.
Pflanzen für unsere Blütenbesucher
Du brauchst keinen großen Garten – selbst dein Balkon kann zu einem kleinen Rückzugsort für Blütenfreunde werden. Setze auf heimische Pflanzen, die in deiner Umgebung wachsen: Sie bieten Nahrung und Schutz zugleich. Ideal ist eine Vielfalt an Pflanzen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, sodass deine kleinen Gartenbesucher das ganze Jahr über versorgt sind. Farben wie Blau, Violett, Gelb und Rot wirken dabei besonders anziehend.
Dein Garten – ein lebendiges Zuhause
Perfekt gepflegte Rasenflächen wirken ordentlich, doch sie bieten keinen geeigneten Lebensraum für Insekten. Lass Laub und Pflanzenreste ruhig liegen – sie schaffen wichtige Rückzugsorte, besonders im Winter. Auch Wildblumen und vermeintliches „Unkraut“ wie Löwenzahn sind wertvolle Nahrungsquellen. Verzichte möglichst auf chemische Mittel und integriere kleine Wasserstellen wie Vogeltränken oder Brunnen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Reduziere künstliches Licht. Es kann Insekten und Vögel verwirren und ihre Orientierung beeinträchtigen.
Werde zum Bienenwissenschaftler
Die Beobachtung dieser kleinen Wunder der Natur kann nicht nur Freude machen, sondern auch einen echten Beitrag leisten.
Apps wie iNaturalist ermöglichen es dir, in Zusammenarbeit mit Earthwatch deine Entdeckungen zu teilen und ein Stück eines größeren Ganzen zu werden. Organisationen wie Earthwatch bringen Menschen und Wissenschaft zusammen und schaffen Bewusstsein für den Schutz dieser besonderen Lebewesen. Auch Reiseanbieter wie Natural Habitat Adventures organisieren Touren, die das Bewusstsein für Arten wie Monarchfalter stärken und ihren Schutz unterstützen.
Achtsamkeit im Umgang mit den kleinsten der Erde
Viele Bienenarten sind weltweit bedroht. Umso wertvoller ist es, die Bienen in deiner Umgebung – und die Menschen, die sich um sie kümmern – bewusst zu unterstützen, wenn du ihre wichtige Rolle für das Gleichgewicht der Natur stärken möchtest. Einige Wildbienen bauen ihre Nester im Laub oder im Boden. Du kannst ihnen zusätzlich einen geschützten Raum bieten, zum Beispiel mit einem kleinen „Bienenhotel“ aus Holz, in das feine Öffnungen gebohrt sind.
Wenn du dich intensiver mit Bienen verbinden möchtest, kann ein Imkerkurs ein bereichernder nächster Schritt sein – vielleicht sogar mit eigenen Bienenstöcken auf deinem Grundstück oder in Zusammenarbeit mit einem lokalen Hof.
Und auch im Kleinen kannst du etwas bewirken: Mit dem Kauf von naturbelassenem, biologischem Honig aus deiner Region unterstützt du die Arbeit lokaler Imker*innen und trägst dazu bei, Lebensräume für diese besonderen Naturhelfer zu erhalten.